
Ernährungsplan
Allergiker müssen auf vieles verzichten
Starre Vorschriften und Diätlisten nehmen viel Freude am Genuss und können manchmal sogar zu Mangelernährung führen. Dabei ist die Ernährung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten* völlig individuell. Vielleicht ist der eine oder andere ausschließliche Verzicht gar nicht notwendig. Ganz wichtig ist, dass vorab eine Diagnose von einem erfahrenen Allergologen erstellt wird – handelt es sich um eine Allergie, eine Erkrankung, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, eine Pseudoallergie? Erst dann ist eine Ernährungsberatung möglich. Erarbeiten Sie mit Ihrem Allergologen einen Ernährungsplan, der individuell auf Ihre Bedürfnisse eingeht.
Dabei müssen wichtige Fragen geklärt werden:
- Gegen welche und wie viele Nahrungsmittel liegen Allergien/Unverträglichkeiten/Pseudoallergien vor?
- Soll darüber hinaus auch auf andere Nahrungsmittel verzichtet werden, um die Entstehung neuer Allergien zu verhindern?
- Müssen Ersatznahrungsmittel abgewechselt werden, um die Entstehung neuer Allergien zu verhindern?
- Wie hoch ist der Grad der Sensibilisierung, wie heftig ist die Unverträglichkeitsreaktion?
- Sind die Lebensmittel, die gemieden werden sollen, elementare Bestandteile der Kost? Müssen sie ersetzt werden?
- Enthalten die verbotenen Lebensmittel unverzichtbare Nährstoffe, die auf alle Fälle zugeführt werden müssen (Vitaminpräparate ...)?
* Immer wenn Nahrungsmittelunverträglichkeit als Begriff alleinstehend verwendet wird, ist er als Sammelbegriff für Allergien, Pseudoallergien, Intoleranzen und Erkrankungen, die einer Allergie ähnlich sind (z. B. Laktose-Intoleranz), zu verstehen.
Weiterführende Literatur zu Allergien:
Dr. med. Claudia Thiel, Nahrungsmittelallergien, Medizinverlage Stuttgart 2004Karen Meyer-Rebentisch, Karen Friedrichsen, Nahrungsmittel- Allergie: So helfen Sie Ihrem Kind, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2000






