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Der Weg vom Getreidekorn am Feld zum fertigen Vollkorn Weckerl

November 14, 2018 Julia´s Blog, Neuigkeiten

Der Weg vom Getreidekorn am Feld zum fertigen Vollkorn Weckerl in den Filialen

Der Weg vom Getreidekorn zum fertigen Gebäck ist ein langwieriger aber doch sehr spannender Weg. Das Getreidekorn durchläuft bereits einige Prozesse bis es überhaupt den Weg in unsere Bäckerei findet. Sobald es geerntet wird, rollt es über die Straßen und gelangt am Ende der meist kurzen Reise, weil es ja regionale Rohstoffe sind, in große Silos, wo sie sorgfältig verwahrt werden. Aber nicht nur Getreide ist notwendig um Bio-Gebäck herzustellen. Auch Honig, Eier, Zucker, Marmeladen, Nüsse und etliche weitere Rohstoffe finden ihren Weg von Bio-Lieferanten und Bio-Familienbetrieben aus der Region zu uns in’s Lager. Das bedarf einer gewissen Koordination und ist nicht immer ganz leicht zu Händeln. Genaue Absprachen mit dem Backstubenleiter, der das Lager unter Kontrolle hat und unserer Einkaufs-Leiterin sind wichtig, um Rohstoffmängel sowie Überschüsse zu verhindern.

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Sobald alle Zutaten vorhanden sind, beginnt die eigentliche Arbeit in der Bäckerei. Nachdem die eher langweiligen Arbeiten getan wurden, wie zum Beispiel Lieferscheine mit der tatsächlichen Ware zu kontrollieren, wird nun das Bio-Getreidekorn in der Mühle zu einem bestimmten Feinheitsgrad vermahlen. Und nun erlebt das fein vermahlene Korn einige Schritte und verspürt Wärme durch die liebevolle Handarbeit der Bäcker-Gesellen und fleißigen Lehrlinge, lernt Maschinen wie die Teigknetmaschine von innen kennen und darf schlussendlichen im Ofen saunieren.

Maximilian Salzer Fotografie I www.maximiliansalzer.at

Grundsätzlich ist der erste Schritt, nach dem Vermahlen des Korns, den Teig überhaupt einmal herzustellen. Hierzu helfen uns Teigknetmaschinen, denn per Hand würden wir bei so viel verschiedenen Teigen wohl endlos lange brauchen. Nachdem der Teig hergestellt wurde, wird er mit Handarbeit zu Broten gewirkt, zu Weckerln gerollt oder zu Plunder geformt. Manchmal genießt das ein oder andere Gebäck einen „Saunagang“ im Gärraum, wo wir dem Gebäck Zeit geben um aufzugehen.

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Nach dem das Gebäck nun hergestellt wurde, ist der letzte Schritt der Backprozess. Hierzu haben wir zwei verschiedene Techniken. Um in der Früh, ab 6 Uhr frisch gebackene Weckerln verkaufen zu können, backen unsere Bäcker die Brote, Weckerl und Plunder in einem Backvorgang und liefern es mit unseren Gradwohl-Lieferbussen, die ein Stück Land in die Stadt bringen, direkt in die Filialen um dort die Kunden, die früh-morgens kommen zu versorgen.

Maximilian Salzer Fotografie I www.maximiliansalzer.at

Doch Zeiten haben sich geändert und Supermärkte zählen nun zu unserer Konkurrenz. Da die Discounter und großen Geschäfte den Kunden die Möglichkeit bieten zu jeder Zeit frisch aufgebackenes Gebäck zu bekommen, wurden auch wir gedrängt ein neues Verfahren zu entwickeln. Und es ist uns gelungen. Jedoch nicht wie Supermärkte, bei denen meist bereits tiefgefrorenes Gebäck wieder aufgebacken wird. Wir haben ein einfaches aber doch sehr produktives Backverfahren entwickelt, dass sich deutlich von dem der Discounter absetzt. Weder befinden sich irgendwelche Konservierungsmittel darin, noch sieht unser Gebäck je eine Tiefkühltruhe von innen. Naja, nun stellt sich doch die Frage, wie wir es dann machen.

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Nunja, um auch nachmittags frisches Gebäck verkaufen zu können und Kunden den größtmöglichen Genuss zu bieten backen wir einfach auf zwei Etappen. Dies ist das sogenannte Halbback-Verfahren. In der Backstube bereits, wird das Gebäck bis zu einem bestimmten Grad gebacken. Und unsere Filialen haben dann die Möglichkeit, Weckerl, Plunder und Brote direkt vor Ort fertig zu backen und mit dem leckeren Duft Kunden zu verwöhnen. So haben wir einen Weg gefunden, den ganzen Tag über frisches Gebäck zu verkaufen, mit dem gleichen Qualitäts-Standard und dem selben Genuss-Erlebnis.

Maximilian Salzer Fotografie I www.maximiliansalzer.at

Wenn das Gebäck dann in den Filialen angelangt ist und den Weg zum Kunden gefunden hat, liegt es nicht mehr in unsere Hand und wir entlassen unsere Produkte in die Weite Welt, wo sie hoffentlich euch liebe Kunden glücklich machen und genüssliche Geschmackserlebnisse schaffen.

Ich hoffe ich konnte euch den Weg des Getreidekorns bis hin zum fertigen Bio Vollkorn Gebäck näher bringen. Ganz liebe Grüße, euer Julia

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