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Vom Studentenleben zur knallharten Bäcker- und Konditor-Ausbildung…

Oktober 1, 2018 Julia´s Blog, Neuigkeiten

Was tun nach dem Studium?

Diese Frage stellen sich jedes Jahr tausende Studenten oder sogenannte „Graduates“ die gerade ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Ein weiteres Studium? Das kam für mich definitiv nicht in Frage. Der erste richtige Vollzeit-Job? Eine andere Ausbildung? Diese Fragen schon eher…

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Die Entscheidung ist schnell gefallen

Nunja, dieses Mal waren sich mein Herz und mein Bauchgefühl einig. Normalerweise fehlt es mir deutlich an Entscheidungskraft, doch dieses Mal ging mir ein „Ja“ leicht über die Lippen. Es soll eine weitere Ausbildung sein, in der ich meine Leidenschaft zum Beruf mache. Da ich an der Quelle saß, hatte ich somit schnell mal einen 40-Stunden-Job und steckte zugleich in einer Ausbildung. Ihr könnt euch es wohl fast schon denken, aber hier nun die Auflösung: seit Anfang September stehe ich nun als zusätzliche Kraft mit in der Backstube um das Handwerk des Bäckers und Konditors zu erlernen. Es liegt wohl in meinen Genen, dass auch ich die Passion dieses Berufs in mir trage.

Was man mir am Anfang verschwieg: Dass mein Bruder mein neuer Vorgesetzter war, dass das Aufstehen mitten in der Nacht auf die Dauer gesehen keine leichte Sache ist und die körperliche Tätigkeit dabei wirklich nicht unterschätzt werden darf. Wie man schon herauslesen kann, waren bzw. sind die ersten Wochen sehr anstrengend.

Der Alltag verändert sich…

Für’s Feiern am Wochenende bin ich definitiv zu müde, Schlafenszeit ist nun spätestens um Neun Uhr abends (eher Acht Uhr), Freunde sehe ich auch nur mehr unregelmäßig, meistens wenn ich mit dem Hund spazieren gehe und wir uns zufällig treffen oder wir gemeinsam eine Sportstunde abhalten. Mein Leben hat sich tatsächlich ein bisschen auf den Kopf gestellt. Als Student hat man Zeit, zwar ist die Zeit zum Lernen aber man steht grundsätzlich nicht in einer verantwortungsvollen Position. Nun steht an oberste Stelle das Planen meines Tages, ansonsten geht er quasi verloren. Ich muss ehrlich zugeben, ich muss erst in den Alltag hineinkommen, bevor ich über den Beruf urteilen kann, aber was ich schon jetzt sagen kann und will: es macht Spaß. Und das ist doch das Wichtigste in dieser Hinsicht :-)

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Die Arbeit in der Backstube…

…ist anders als ich es mir vorgestellt hätte aber doch sehr interessant. Viele Handgriffe und Teamwork sind notwendig, dass aus den einzelnen Rohstoffen ein leckeres Weckerl wird oder ein genussvoller Plunder entsteht. Die einzelnen Arbeitsschritte sind wichtig zu beachten, sodass Abläufe reibungslos funktionieren und die Bäcker sowie Konditoren, die dabei mithelfen, verkörpern viel Wissen, dass notwendig ist, so gute und vor allem leckere Ware herzustellen. Es ist echt nicht einfach wenn frisch gebackenes Gebäck vor dir aus dem Ofen kommt und du darfst nicht reinbeißen. Aber es ist auch schönes Gefühl zu wissen, unsere Kunden damit verwöhnen zu dürfen. Wenn ich könnte, würde ich euch den Geruch der in der Backstube so herum-schwirrt mit voller Freude zusenden – er ist wirklich einzigartig. Aber spätestens in der Pause ist es uns auch gegönnt, frisch gebackene Leckereien, die wir zuvor gemacht haben, zu verspeisen. Die Belohnung kommt also bestimmt. :-)

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Nachdem ich dieses praktische Jahr absolviert habe, ist es mein Plan in die Meisterschule nach Wels zu gehen, um dort Bäcker- und Konditormeister zu werden. Mal schauen ob sie mich auch tatsächlich aufnehmen. :-)

Seit gespannt auf die nächsten Geschichten aus der Backstube.  Vielleicht gibt’s ja schon bald wieder ein Up-date. :-)

Liebe Grüße,
eure Julia :-)

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